BilMoG


Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)


Beim Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (kurz: BilMoG) geht es im Grundsatz um Änderungen in der Handelsbilanz ab 2010. Daher sollten wir uns zunächst den Sinn einer Handelsbilanz vergegenwärtigen: Ein interessierter Beobachter - beispielsweise ein Kreditgeber, ein Käufer oder ein Gläubiger - soll in die Lage versetzt werden, sich einen möglichst umfassenden Einblick in das Unternehmen zu verschaffen. Insbesondere die Kreditinstitute werten die Handelsbilanzen nach internem Rating aus und legen so die Kreditwürdigkeit und Kosten für den Unternehmer fest.

Bezogen auf die Bewertung von Versorgungsverpflichtungen kann dies nur bedeuten, dass Verbindlichkeiten und bestehende Vermögenswerte in Abgleich zu bringen sind. Es soll erkennbar sein, welche Anforderungen ein Versorgungswerk mit sich bringt.

  • arbeitsrechtliche Zusage

  • Differenz Rückstellung Bilanz und Wert der Rückdeckung

  • Differenz 6a EStG und HGB ab 2010


Für die Steuerbilanz gibt es hingegen keine Änderungen gegenüber der bisherigen Handhabung. Künftig werden wir also in der Steuer- bzw. Handelsbilanz Rückstellungswerte erleben, die je nach Ausgestaltung der Zusage deutlich voneinander abweichen.

Warum weichen Bilanzwerte künftig voneinander ab?

Das lässt sich hier lediglich in Stichworten anreißen. In der Steuerbilanz bleibt - wie gesagt - alles beim Alten. Für die Ermittlung der Handelsbilanzwerte ändern sich Zinssätze, Bewertungsverfahren, Trendannahmen und Verteilungsmodalitäten. Dies kann zu Abweichungen von bis zu 100% führen. Außerdem gibt es erstmalig ein Saldierungsgebot.

Was bedeutet das Saldierungsgebot?

Die Saldierungsvorschrift führt dazu, dass Pensionsverpflichtungen mit sogenanntem reserviertem Vermögen (zum Beispiel verpfändete Rückdeckungsversicherungen) verrechnet werden. Sofern ein entsprechendes Vermögen vorhanden ist, reduzieren sich die Bilanzpositionen durch die Verrechnung mitunter deutlich. Die Bilanz wird verkürzt. Dies hat positive Einflüsse auf Eigenkapitalquoten und hilft bei Kreditverhandlungen oder Verkaufsgesprächen.
Für die Praxis bedeutet dies, saldierungsfähiges Vermögen zu schaffen. Hier finden sich gute Argumente für neue Rückdeckungsverpflichtungen. Bei kongruenter Rückdeckung kann es dazu führen, dass die Pensionsrückstellungen gar nicht mehr ausgewiesen werden. Wir haben dann die Situation: Direktzusage ohne Bilanzberührung! Der Vollständigkeit halber sei aber erwähnt: Im Anhang der Handelsbilanz ist über diese Sachlage zu informieren.

Änderungen durch BilMoG

Änderungen durch BilMoG



Änderungen in den Durchführungswegen der BAV

Bei Direktversicherungs- und Pensionskassenverträgen, bei denen eine beitragsorientierte Leistungszusage umgesetzt wird, erwarten wir keine Änderungen zur bisherigen Praxis. Es wird also weiterhin keinen Bilanzausweis geben.

Für die Unterstützungskasse greift ein sogenanntes Wahlrecht, das bedeutet, es muss nicht bilanziert werden. Über eine Verpflichtung zur Angabe im Bilanzanhang wird weiterhin diskutiert. Für beitragsorientierte Leistungszusagen erwarten wir keine Änderungen gegenüber der bisherigen Praxis. Allerdings steckt BilMoG noch in den "Kinderschuhen", diverse Änderungen werden uns künftig sicherlich begleiten.

Insgesamt bleibt festzuhalten: Unternehmen, die bisher ihre Verpflichtungen beobachtet haben und für Versorgungsfälle entsprechend vorgesorgt haben, werden durch BilMoG nicht überrascht sein. Darüber hinaus können wir den Unternehmen an dieser Stelle nur raten, sich zunächst umfassend zu informieren. Dabei stehen wir - wie immer - helfend zur Seite.

Liquiditätsprobleme

Wer die Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung seines Unternehmens abwenden oder verhindern will, muss schnell und entschlossen handeln. Dabei fällt es naturgemäß nicht leicht, sich einzugestehen, dass sich das eigene Unternehmen in der Krise befindet, ob nur selbst verschuldet oder nicht. Der Handlungsspielraum hängt im Wesenlichen davon ab, in wie weit die Krise schon fortgeschritten ist. Lesen Sie hier mehr...

Entgeltumwandlung ist Gesetz!

Jedem Arbeitgeber ist nach den letzten Urteilen des Bundesarbeitsgerichts mittlerweile deutlich geworden, dass die Entgeltumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge in ihrer Operativität nichts mit Vertriebsangelegen-heiten von Versicherungen zu tun hat, sondern ausschließlich in der Durchführung des Arbeitgebers liegen muss (vgl. BAG 3AZR 502/04 und BAG 3AZR 14/06).
Gewöhnliche Maßnahme war, diese Angelegenheit in den Bereich der Versicherungen abzuschieben, z.B. durch Rahmenverträge, günstige Tarife / Konditionen und den Vertrieb durch die Beratung der einzelnen Arbeitnehmer. Diese Vorgehensweise ist nicht zulässig. bitte anklicken zum weiterlesen

Risikomanagement

Im Gegensatz zur bisherigen Kreditvergabepraxis bedeutet dies, dass die Unternehmen aktiv auf die Konditionengestaltung Einfluss nehmen können.

Kostenmanagement

Die praktizierende unternehmerische "Bauchentscheidung" reicht nicht aus, um konkrete Maßnahmen zur Kosteneinsparung zu ergreifen.

Arbeitszeitkonten

Zuletzt wurden jährlich 1,7 Millionen bezahlte Überstunden in deutschen Unternehmen erarbeitet. Dabei ist eine Auszahlung sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer häufig die schlechteste Lösung.

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