Vorsicht: Sozialversicherungsfalle?


Oftmals sind mitarbeitende Familienangehörige in deren Unternehmen nicht sozialversicherungspflichtig.

In mittelständischen Unternehmen, speziell im Handwerk, arbeiten häufig Familienangehörige mit. Oft regelt die Ehefrau das Kaufmännische, der Sohn den Vertrieb, während sich der Firmeninhaber für den technischen Ablauf verantwortlich zeigt. Ob es die Ehefrau, das Kind, der Cousin, der Schwager oder auch der nichteheliche Lebensgefährte ist, die mit dem Unternehmer "Hand In Hand" arbeiten, für viele kleinere Unternehmen ist gerade diese Unterstützung durch Angehörige die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg. Als Gegenleistung erhalten diese Mitarbeiter ein mehr oder weniger reichlich bemessenes Entgelt und leisten, wie andere Angestellte, Beiträge zur Sozialversicherung.

Unbedingte Ansprüche aus der Sozialversicherung?

Bei Weitem nicht! Wie dies?

Was geschieht, wenn die Firma Insolvenz anmeldet oder Mitarbeiter entlassen muss? Haben mitarbeitende Angehörige automatisch auch Anspruch auf Arbeitslosengeld oder eigene Rentenansprüche? Die Antwort mag verblüffen: Nicht unbedingt! Und dies auch dann nicht wenn jahrelang in das Solidarsystem eingezahlt wurde. Die Tatsache allein, Beiträge entrichtet zu haben, garantiert den Betroffenen noch lange keinen späteren Leistungsbezug. Schätzungsweise tappen über 1 Million mitarbeitende Familienmitglieder in diese Sozialversicherungsfalle - ungeachtet der Gesellschaftsform des Unternehmens.

Aus juristischer Sicht sind angestellte Familienangehörige "Zwittergestalten".

Arbeits- und steuerrechtlich sind sie Angestellte.
Sozialversicherungsrechtlich werden sie oft wie Selbständige behandelt.

Deshalb sind mitarbeitende Familienangehörige nicht unbedingt sozialversicherungspflichtig. Je enger die persönlichen Beziehungen zum Firmeninhaber sind, um so eher ist davon auszugehen, dass kein sozialversicherungsrechtliches Beschäftigungsverhältnis vorliegt und somit keine Sozialversicherungspflicht besteht.

Was ist zu tun?

Jeder, den dieses Thema betrifft, sollte dringend eine sozialversicherungsrechtliche Beurteilung durchführen lassen. Hierbei kann rückwirkend eine Sozialversicherungsfreiheit erreicht werden und die entrichteten Beiträge zur gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung können erstattet werden.
Das daraus zurückfließende Kapital kann dann in eine entsprechende BAV eingebracht werden.

Das UnternehmerHaus Ennepe-Ruhr hat mit seinen angeschlossenen Unternehmen eine Clearingstelle hierzu eingerichtet.

Sind Sie davon betroffen ? Dann füllen SIe die Checkliste aus.

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